Langsamkeit
Herbstnebel
Jahreszeit der Bedächtigkeit
Langsamkeit und Müßiggang habe ich zu meinem menschenfreundlichen Lebensprinzip erhoben. :lol:
Die Langsamkeit brauche ich nicht erst entdecken
Man könnte auch sagen: die Bedächtigkeit, das Achtsamsein mit mir selber und den anderen, den vorsichtigen Umgang mit sich selber und den Dingen ist meine Lebensmaxime. Die stoische Ruhe im Sturm des Lebens ist für mich äußerst wichtig. (Für den Stoiker als Individuum gilt es, seinen Platz in dieser Ordnung zu erkennen und auszufüllen, indem er durch die Einübung emotionaler Selbstbeherrschung sein Los zu akzeptieren lernt und mit Hilfe von Gelassenheit und Seelenruhe zur Weisheit strebt.) [1, 2]
Nur ein lebenslanges Bemühen um Selbstformung, das auch den Herausforderungen von Schicksal und mitmenschlichem Umfeld standhält, schafft Aussicht auf die Seelenruhe des stoischen Weisen. Voraussetzung dafür ist eine ausgeprägte Affektkontrolle, die zur Freiheit von Leidenschaften (Apathie), zu Selbstgenügsamkeit (Autarkie) und Unerschütterlichkeit (Ataraxie) führen soll. Unser heutiger Begriff der „stoischen Ruhe“ geht auf diese Eigenschaften zurück. [3]
In den 80er Jahren habe ich mal den Roman von Sten Nadolny.“Die Entdeckung der Langsamkeit” gelesen. Wie schon öfters hatte mich der Titel angesprochen, jedoch auch diesmal enttäuschte mich dieser Roman eher, wie das ich begeistert gewesen wäre.
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint: Wir leben nach wie vor in einer Arbeits- und nicht in einer Freizeitgesellschaft. Denn der Leistungsstreß beherrscht längst auch unsere freie Zeit. Dagegen rufe ich die “Pflicht zur Faulheit” aus. Genußvolle Muße, in der Lohnsklavenarbeit keine Rolle mehr spielt, ist angesagt. Ab ihr Affen! In die Sessel dieser Welt …
[1, 2, 3] siehe Cicero, Seneca, Plutarch; “Von der Ruhe des Gemütes”,
Cicero “Stoische Ruhe im Sturm des Lebens” u.a.
** Gelassenheit **,
Gleichmut, innere Ruhe oder
Gemütsruhe ist eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor
allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu
bewahren. Sie ist das Gegenteil von Unruhe, Aufgeregtheit und
Streß. Besonnenheit und innere Ruhe bewahren, ist in dieser aufgeregten Welt doppelt wichtig.
Ab auf die Philosophenbank
Philosophenbank
Der deutsche Volksmund weiß es genau: Arbeit ist das halbe Leben! Und manchmal auch das ganze. Oskar sagt: Arbeit schändet nicht, aber sie schindet. Auf der Philosophenbank sitzen ist schöner.
Anders als noch in den Aufbau- und Wirtschaftswunderjahren haben wir heute überwiegend eine "Generation Freizeit", vielen Menschen gilt die Arbeit auch nicht mehr als Selbstzweck, sondern als notwendiges Übel. Doch durch die Verdichtung der Arbeit und Personaleinsparungen, wird der Arbeitsdruck und der Arbeitsstreß immer größer. Wir bezahlen menschlichen Bienenfleiß und Wirtschaftswachstum immer teurer. Die Umwelt und das Klima wird immer mehr geschädigt, sowie gestört und bringt uns immer mehr Probleme.
Wieviel und welche Arbeit braucht aber der Mensch? Was brauchen wir zum Glücklichsein?
„Arbeite! Aber nicht wie ein Unglücklicher oder wie einer, der bewundert oder bemitleidet werden will. Arbeite oder ruhe, wie es das beste für die Gemeinschaft ist.“






