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Weiterer Akt im Ausverkauf
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Heuschrecken: Ausverkauf in D.
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Heuschrecken: Ausverkauf in D.
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Im Visier: US-Investment-Gesellschaften Dabei nimmt die SPD die Finanzinvestoren, Firmen oder auch Personen, mit großem Vermögen ins Visier, hauptsächlich solche aus den USA. Wie der stern in seiner Ausgabe vom 17. April berichtet hat, gehören diesen Investoren mit rund 5000 Firmen und etwa 400.000 Angestellten mittlerweile zu den größten Arbeitgebern Deutschlands. Ihr vorgehen folgt dabei einem gängigen Muster: Private-Equity-Gesellschaften suchen sich die "Schmuckstücke einer Branche heraus" (Thomas Middelhoff), kaufen sich ein, schließen oder veräußern diejenigen Unternehmensteile, die sie für unpassend halten und verkaufen den Rest oder bringen ihn an die Börse.
Im Mittelpunkt der SPD-Kritik steht dabei offenbar die amerikanische Beteiligungsgesellschaft KKR. 1999 etwa übernahm sie zusammen mit der US-Bank Goldman Sachs den Elektronik- und Geldautomatenhersteller Siemens Nixdorf. Mitte 2004 wurde Siemens-Nixdorf an die Börse gebracht. Von dem Erlös durch den Börsengang in Höhe von 350 Millionen Euro blieben der Firma selbst aber nur 125 Millionen, den Rest von 225 Millionen steckten KKR und Goldman Sachs ein. In den Jahren zwischen Übernahme und Börsengang ließen sich die Gesellschafter zudem Beteiligungen von 160 Millionen Euro auszahlen. Die von KKR und Goldman Sachs erzielte Rendite durch den Deal liegt zwischen 20 und 30 Prozent - eine übliche Höhe in dem Geschäft.
Ein anderes Opfer von KKR: Der Hersteller von Kommunikationsprodukten, Tenovis, vormals Telenorma. Noch Ende 2002, das Unternehmen war gerade durch KKR übernommen worden, verzichteten die Mitarbeiter auf 12,5 Prozent ihres Lohnes um ihre Arbeitsplätze für mindestens ein Jahr zu retten. Im Sommer 2003 aber entließ Tenovis kurzerhand fast die Hälfte der Mitarbeiter. Parallel dazu baute KKR ein kompliziertes Finanzgeflecht auf, in dessen Folge Telenorma umbenannt wurde. Weitere Folge der Finanzjongliererei auf höchsten Niveau: Durch Briefkastenfirmen, Kreditbeschaffungen und ablösungen, Mietzahlungen sowie Millionen-Honorare für KKR-Berater wurde Tenovis wie eine Zitrone ausgequetscht einziger Profiteur: KKR.
SPD-Papier nennt viele weitere Heuschrecken: konkret auch die Beteiligungsgesellschaft WCM, die Klöckner übernommen hatte und daneben die Private-Equity-Firmen Apax, BC Partners, Carlyle, Advent, Permira, Blackstone, CVC und auch Saban Capital, Noch-Eigentümer von Prosieben Sat1. Die Opfer der großen Aufkäufer: Neben Siemens Nixdorf und Tenovis, Rodenstock, Autoteile Unger, Debitel, Celanese und Dynamit Nobel.
Prominente Unterstützung bekommt der SPD-Chef nun aus der eigenen Partei: Überraschenderweise schwenkte am Donnerstag auch Wirtschaftsminister Clement auf Müntes Heuschrecken-Linie ein. Der SPD-Vize: "Es sind Finanzinvestoren unterwegs, die sind allein auf die Ausbeutung betrieblicher Vermögen aus."
stern.de/nk 28. April 2005
__________________________________________ Österreicher dürfen Stahlwerke Buderus übernehmen
Brüssel (AFP) - Das österreichische Edelstahl- und Werkstoffunternehmen Böhler-Uddeholm AG hat von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme der Stahlsparte von Buderus in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden bekommen. Überschneidungen bei der Herstellung von Werkzeugstahl und dem Vertrieb von Spezialstahl würden angesichts der geringen Marktanteile beider Unternehmen und der großen Anzahl von Wettbewerbern den Wettbewern nicht spürbar behindern, begründete die Kommission ihre Genehmigung.
Bosch hatte unter Vorbehalt der Genehmigung an Böhler-Uddeholm die Edelstahlwerke Buderus AG in Wetzlar sowie deren Tochtergesellschaften in Frankreich und den Niederlanden verkauft. Die Edelstahlwerke Buderus setzte im im Geschäftsjahr 2004 mit fast 1.700 Mitarbeitern gut 405 Millionen Euro um. [http://de.news.yahoo.com/]
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Weitere Firmen die von ausländischen Firmen und Fonds übernommen wurden:
* Die Übernahme der Wella AG durch Procter&Gamble
* Gerresheimer Glas
* Telenorma (s. o.)
* Tank & Rast
* Boehringer Mannheim (das 1997 von dem Schweizer Unternehmen Roche übernommen wurde.)
* Die Sanierung von KarstadtQuelle schreitet voran: Der angeschlagene Kaufhauskonzern hat 75 kleineren Warenhäusern und die Fachmarktketten SinnLeffers und RunnersPoint verkauft. Für die Beschäftigten soll sich nichts ändern. Die rund 250 Geschäfte mit 10.500 Beschäftigten werden von angelsächsischen und deutschen Finanzinvestoren übernommen. Erwerber der 75 Karstadt-Kompakt-Warenhäuser sind der britische Finanzinvestor Dawnay, Day und die Handelsexperten Hilco UK.
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