Absurdistan Germanistan
Ausverkauf in Germanistan
Das Ende der Arbeit
Brennpunkt
Dekadenz und Verfall
Narzißtische Gesellschaft
Textcontainer-Ge-
Wissenschaft
Globalisierung + Machtwirtschaft
Machenschaften
Wahnsinn
Big Brother-Orwell 2008
Dokumenten Container-Gem
Wacht auf Verdummte dieser Erde
Widerstand-Boykott
WebLog - Intern: Politik, Gesellschaft etc.
Alternativen
Attac
Gegenwehr
Kurznotizen

Arm trotz Arbeit | Moderne Sklaverei  

Arbeits- und Autostaat

Wir fahrn fahrn...auf der Autobahn...

Die Umwälzung zur gesamtgesellschaftlichen
Bürokratie des fordistischen »Arbeitsstaats« wurde mit dem Gestus gerade des
Unbürokratischen, dem Appell an die selbstverantwortliche Eigentätigkeit und dem Charme einer
»Jugendrevolte« inszeniert, wie sich ein Nazi-Manager noch Jahrzehnte später voller Stolz erinnert:
»Es wurde dabei ein bestimmter Typ gesucht: jung, beweglich, engagiert, intelligent, verantwortungsfreudig,
unkonventionell und unbürokratisch [...] Die nationalsozialistische Revolution war ja
auch eine Revolution der Jugend gegen das Alter. Bei Personenauswahl, Umstrukturierung und
Umbesetzung in Dienststellen, Behörden und Verbänden stand ausgesprochen oder unausgesprochen
im Vordergrund der wenig liebenswürdige Gedanke: >Die alten Säcke müssen weg<
[...]«(Kehrl 1973, 33f.).
Das hört sich schon ganz wie der demokratische Sermon politischer »Aufbruch«-Inszenierungen
und betriebswirtschaftlicher Umkrempelungs-Kampagnen des Managements für immer noch mehr
Anpassung, Arbeitshetze, Leistungsorientierung, Konkurrenzmentalität usw. an. Dem pausenlosen
Trommelfeuer der Werbung mit ihren Kampagnen zur totalen Mobilmachung eines ständig zu steigernden,
immer unsinnigeren Warenkonsums entsprechen diese Hetzkampagnen von Leistung und
Konkurrenz, um das letzte aus dem Menschenmaterial herauszuholen. Der Ökonom Schumpeter
bezeichnete das permanente Umkrempeln verräterisch als »schöpferische Zerstörung«: in einer endlosen
Aufeinanderfolge von neuen Produkten und Produktionsprozessen, neuen Konstellationen der
Konkurrenz, der sozialen und politischen Regulation usw. werden stets von neuem bisherige Inhalte
und Verfahrensweisen obsolet gemacht, um die Menschen auf den ökonomischen Imperativ fixiert
und sie »auf Trab« zu halten.
Ein derartiger Terror der allumfassenden und permanenten Bewegungshetze erinnert an das Innenleben
religiöser und politischer Sekten: Je irrationaler und monströser deren Zweck, desto
heftiger die immer wieder forcierte Mobilmachung der Mitglieder und desto stärker der Drang zu
immer neuen betäubenden Kampagnen, um die Menschen nur ja nicht zum Nachdenken kommen
zu lassen und alle Energie auf einen zum Selbstzweck gewordenen Aktivismus abzulenken, der keiner
selbstbewußten und selbstbestimmten Intention mehr folgt. Insofern kann der Kapitalismus
geradezu als eine gigantische negativ-utopische Sekte gesehen werden, die sich durch die fordistische
Mobilisierung hindurch zum totalen Weltsystem objektiviert hat.

Erst in den Nachkriegs-
Demokratien setzte dann jene Blechlawine ein, von der die kritische Masse erreicht und übertroffen
wurde:

Anfang der 90er Jahre fuhren mehr als 400 Millionen Autos auf den Straßen der Welt; zu Beginn
des neuen Jahrhunderts sollen es bereits 700 Millionen sein. 1990 lag die Gesamtproduktion der
deutschen Automobilindustrie bei inzwischen mehr als 5 Millionen Stück. Fast schon auf jeden
zweiten Einwohner der BRD kommt ein Auto. Hitler wäre begeistert gewesen. Denn ob staatstotalitär
oder demokratisch - nicht nur der ökonomische Totalitarismus des Kapitals feierte in dieser
Automobilmachung seinen Triumph, sondern auch die Militarisierung des Alltags. Der alltägliche
»Berufsverkehr«, der »Wochenendverkehr« und die touristischen Blechlawinen in der Urlaubssaison
übersetzen die motorisierte Mobilmachung von Armeen in die zivile Gesellschaft als
militärähnliche kommerzielle Mobilisierung.
Der Verkehrsstau, in dem sich die totale Automobilmachung ad absurdum führt, wird durchaus
als kriegsähnliches »Erlebnis« gewertet: Stellten sich dabei ursprünglich Empfindungen wie Platzangst
und Panikgefühle, Kopfschmerzen und Schweißausbrüche ein, so nimmt nach einer
Untersuchung des BAT-Freizeit-Forschungsinstituts aus dem Jahr 1995 inzwischen vor allem bei
den noch stärker durchkonditionierten jüngeren Generationen die »Lust am Stau« zu, etwa nach
dem Motto: »Es ist was los, und ich bin mittendrin«. Das anarchische Moment, »ein bißchen Chaos
« genießen zu dürfen, hatte sich für das domestizierte und gleichgeschaltete Menschenmaterial
des Kapitalismus seit Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch in der negativen Form des Weltkriegs
eröffnet; in den Nachkriegs-Demokratien wurde es in die »Verkehrsschlacht« transformiert. »In
Fahrgewittern« nannte der Publizist Ludger Lütkehaus 1995 dieses »innere Erlebnis« des asozialen
und autoritären deutschen Autofahrers. Der einschlägige Spezialist Ernst Jünger hatte schon sechzig
Jahre zuvor durchaus sensibel die sich anbahnenden Analogien von industrieller Materialschlacht
des Weltkriegs und fordistischem Alltagsleben beschrieben, wie sie seit 1950 den Massenalltag
strukturieren sollten:
»Überhaupt sind die Laute, von denen wir in unseren großen Städten umgeben sind, meist trauriger
und gefährlicher Natur; sie sind fast alle auf U oder I gestimmt. Der Ton der Sirenen, die zur Arbeit
rufen, könnte von Dämonen erfunden sein. Vom Strome der Verkehrsmittel geht unaufhörlich eine
Fülle von heulenden, pfeifenden, schrillenden oder dunkel warnenden Signalen aus [...] Aber nicht
nur den sehr lauten, sondern auch den sehr leisen Geräuschen unserer Welt haftet dieser dunkle
Charakter an. So spricht sich im Summerton, der bei uns eine große Rolle spielt, eine Art von insektenhafter
Bösartigkeit aus. Es wird uns dies besonders deutlich, wenn wir nachts in ein Zimmer
treten, in dem dieser Ton schon lange, und zuweilen durch ein feines Klingeln unterbrochen, erscholl
« (Jünger 1934, 66 f.).

Es sind nicht bloß Analogien und metaphorische Bezüge, die sich zwischen der militärischen Mobilmachung
der Weltkriege und der zivilen totalen Automobilmachung in den Nachkriegs-
Demokratien herstellen lassen. Auch buchstäblich tobt der unerklärte Dritte Weltkrieg auf den Straßen
der Welt. Nach groben Schätzungen sind im Laufe dieses Jahrhunderts etwa siebzehn Millionen
Menschen durch Autos getötet worden; wahrscheinlich sind es noch weitaus mehr, weil in einschlägigen
Statistiken meistens nur die unmittelbar auf der Straße Getöteten erfaßt werden, während die
später in Krankenhäusern gestorbenen Opfer nicht mehr unter die Unfallstatistik fallen. Noch weitaus
größer ist die Zahl der Verletzten und dauerhaft Verstümmelten, die permanent aus dem Dritten
Weltkrieg des Individualverkehrs hervorgehen wie zuvor nur aus den großen militärischen Schlachten.
Der einstmals gesunde Mensch als beinloses oder querschnittsgelähmtes Wesen im Rollstuhl ist
die schauerliche Fortsetzung des »Autofahrers« - das mechanische Rad wird zum Körperteil des
verstümmelten fordistischen Cyborg. Und alle diese Ungeheuerlichkeiten konnten zur »unwiderlegbaren
« Normalität sedimentieren. In der Verschränkung von universeller ökonomischer Konkurrenz
und struktureller Aggressivität der Automobilmachung objektivierte sich das von Haus aus »faschistische
« Moment des Kapitalismus in den totalitären Demokratien zum universellen sozialen
Zusammenhang. Ahnungsvoll äußerte sich Theodor W. Adorno im Jahr 1944 über diese automobile
Fortsetzung des totalitären Terrors mit anderen Mitteln:
»Man wird dem neuen Menschentypus nicht gerecht ohne das Bewußtsein davon, was ihm unablässig,
bis in die geheimsten Innervationen hinein, von den Dingen der Umwelt widerfährt [...]
Welchen Chauffierenden hätten nicht schon die Kräfte seines Motors in Versuchung geführt, das
Ungeziefer der Straße, Passanten, Kinder und Radfahrer, zuschanden zu fahren? In den Bewegungen,
welche die Maschinen von den sie Bedienenden verlangen, liegt schon das Gewaltsame,
Zuschlagende, stoßweis Unaufhörliche der faschistischen Mißhandlungen« (Adorno 1983/1951,42
f.).
Die Menschenopfer, die der »schönen Maschine« in ihrer vollendeten demokratisch-automobilen
Gestalt dargebracht werden, sind weitaus zahlreicher und grausamer als alle archaischen Blutrituale
zusammengenommen; und trotzdem nimmt dasselbe Bewußtsein, das sich über die aztekischen
Blutopfer entsetzt, bei denen Menschen lebendigen Leibes das Herz herausgeschnitten worden sein
soll, das massenhafte und ebenso blutige wie alltägliche Schlachtritual auf den Straßen und Autobahnen
als Normalität und abstraktes Schicksal hin. Der unermeßliche Schrecken, der Schock, der
die realen Opfer ebenso und vielleicht mehr (weil ohne rituell eingebundene Auswahl und damit
ohne Vorauswissen) überfällt, bleibt im offiziellen Bewußtsein stumm und wird individualisiert erlitten;
er erweist sich dadurch als um so schrecklicher. Ernst Jünger, der Ideologe jener universellen Gestalt des »Arbeiters«, die in der totalen Automobilmachung gesellschaftlich zu sich kommt,
wundert sich am Vorabend des zivilen Dritten Weltkriegs immerhin noch über die moralische Qualität dieser fordistischen Ignoranz:

Der »Arbeitsraum«, sprich: die abstrakte Akkumulationslogik des Kapitals, muß zwangsläufig auch
die permanente Tötung und Verstümmelung von Menschen kraft des überwältigenden ökonomischen
Imperativs legitimieren. Auf der Höhe des fordistischen Vollkapitalismus ist dieser Imperativ
identisch geworden mit einer generellen »Vorfahrt« des Zentralgutes Automobil, die nicht nur
buchstäblich über Leichen rollt, sondern auch über die Rechtsverhältnisse und die Psyche der automobilen
Individuen. Die Killerinstinkte der aggressiven Autofahrer-Mentalität (»freie Fahrt für
freie Bürger« - treffender könnte die demokratische Freiheit nicht auf den Begriff gebracht werden)
korrespondieren mit einer Rechtsprechung von atemberaubendem Zynismus, die bereits vollautomatisch
auf »autogerechte« Zustände geeicht ist. Dieser Grundsachverhalt kann jeder beliebigen
Tageszeitung entnommen werden:
»Wenigstens 20 Autos haben gestern ein zwölfjähriges Mädchen überfahren, das Hilfe für seinen
bei einem Verkehrsunfall verletzten und sterbenden Vater holen wollte. Ein Fahrer hat schließlich
die Polizei gerufen. Die Beamten fanden Leichenteile über eine Strecke von 50 Metern verteilt [...]
Es gibt mehr als genug Berichte über erstaunlich milde Strafen für Amerikas >gesellschaftlich akzeptierte
Form des Mordes<. So kam ein Mann in Wisconsin, der ein Kind überfahren und getötet
hatte, mit einer Geldbuße in Höhe von 284 Dollar davon [...] Der Killer eines 15jährigen Jungen
wurde zu zwei Jahren Haft mit Bewährung und 200 Dollar Geldstrafe verurteilt. Die Fahrerlaubnis
wurde ihm für 16 Monate entzogen [...]«(zit. nach: Williams 1992, 96 f.).

Blütenlesen dieser Art, hier aus der angelsächsischen Presse, könnten mühelos in jedem Land der
Welt vorgenommen werden - ganz besonders in Deutschland, wo die untergründig (und inzwischen
auch wieder offen) weiterschwelende Nazi-Mentalität sich im »Fahrverhalten« betätigen kann. Bis
heute ist die BRD eines der wenigen Länder ohne generelle Geschwindigkeitsbeschränkungen auf
Landstraßen und Autobahnen; eine herausragende Rücksichtslosigkeit, über die nicht nur die Autolobby,
sondern auch die großen politischen Parteien ebenso einmütig wie eifersüchtig wachen.
Auch die indirekten Folgen der totalen Automobilmachung - Smog und Ozonbelastung - mit ihren
negativen Auswirkungen auf den menschlichen Körper werden kaltschnäuzig als »hinzunehmende
Notwendigkeit« dargestellt. Symptomatisch für diese Haltung ist ein Urteil des Frankfurter Verwaltungsgerichts,
nachdem die Eltern eines an Allergien, Neurodermitis und spastischer Bronchitis
leidenden fünfjährigen Kindes Stadt und Land verklagt hatten, weil diese trotz Überschreitung der
Ozon-Grenzwerte keinerlei Verkehrsbeschränkungen anzuordnen bereit waren. Das Gericht verhielt
sich gesellschaftskonform und »autogerecht«, indem es die Klage unter Verweis auf den Vorrang
des »reibungslosen Verkehrs« abschmetterte:
»Einen >Schutzanspruch< könne der Junge nur ableiten, wenn seine Menschenwürde verletzt sei
[...] Davon könne aber >erst die Rede sein, wenn die Qualen, die ein Mensch durch hohe Ozonwerte
erleidet, so hoch sind, daß sie nicht mehr durch die Vorteile aufgewogen werden, die dieser Betroffene
von einem reibungslosen Verkehr hat (!)< [...] Es verstoße >nicht gegen die Menschenwürde,
wenn einem Bürger [...] zugemutet wird, während einiger Tage sich möglichst nicht im Freien zu
bewegen< [...]«(Frankfurter Rundschau vom 15.7.1995).
Was für den ökonomischen Verwertungs-Imperativ im allgemeinen gilt, das gilt gleich doppelt und
dreifach für den daraus entsprungenen Imperativ der Automobilmachung: Die Komplizenschaft aller
gesellschaftlichen Institutionen mit dem vorgeschalteten Selbstzweck des Kapitals setzt sich
auch über elementare Lebensinteressen hinweg. Daß gerade Kinder in jeder Hinsicht zu den bevorzugten
Opfern der »Verkehrsschlacht« gehören, ist für diesen Tatbestand besonders signifikant. So
werden etwa die berüchtigten Grenzwerte nicht auf »Kinderhöhe« gemessen, obwohl die Belastung
mit Schadstoffen unmittelbar über dem Erdboden am größten ist. Inzwischen beweist die Statistik,
daß sich schwere Allergien und Atemwegsstörungen bei kleinen Kindern häufen; sichtbar auch daran,
daß Hautärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte in Ballungsgebieten häufig ein spezielles
Wartezimmer für Kinder eingerichtet haben. Dem Götzen muß geopfert werden. Und die Institutionen
des automobilen Kapitalismus können sich darauf verlassen, daß die säkularisierte Gottheit des
Geldkapitals auch in den Sehnsüchten und moralischen Wertungen des Massenbewußtsein Auto-
Gestalt angenommen hat:
»Einer Umfrage zufolge, die Gallup International 1983 in sechzehn Ländern über moralische Werte
durchgeführt hat, ist das schlimmste Verbrechen, das Menschen begehen können, nicht etwa Völkermord,
Muttermord, Raub, Plünderung oder Vergewaltigung, sondern das Fahren eines fremden
Autos ohne die Erlaubnis des Besitzers. Das war auch der einzige Wert, den die Menschen in allen
sechzehn Ländern gemeinsam hatten« (zit. nach: Williams 1992, 91).
Natürlich besteht das Problem nicht allein darin, daß im Verhältnis zur »freien Fahrt« das Menschenleben
im juristischen Sinne wenig wiegt und sogar durch rücksichtsloses Verhalten zu Killern
mutierte Autofahrer überaus milde bestraft werden. Es handelt sich ja nicht um eine Summe von
subjektivem Fehlverhalten, sondern um die spezifisch fordistisch-automobile Form, die das objektivierte
kapitalistische Weltverhältnis angenommen hat. Die bei distanzierter Betrachtung monströse
Verschiebung aller sozialen und moralischen Maßstäbe selbst des unreflektierten »gesunden Menschenverstands
« ist nur die Fortsetzung jener Logik der Demoralisierung, wie sie schon Mandeville
in seiner »Bienenfabel« gefeiert hatte: Im Unterschied zum gewöhnlichen Mord und Totschlag erscheinen
die kapitalkonformen Handlungen und Mentalitäten, selbst wenn ihre Konsequenzen auf
Menschen- und Weltvernichtung hinauslaufen, als letzten Endes doch wieder positiv oder mindestens
»unvermeidlich«. In der weitestmöglich totalisierten warenproduzierenden Gesellschaft fallen
die Risiken und Nebenwirkungen sämtlicher Betätigungen des »freien Willens« von Produzenten
und Konsumenten eben nicht unter die menschliche Verantwortung, sondern unter die »Natur«. Wie
der indirekte Kindermord durch marktwirtschaftliche »Gesetzmäßigkeiten« und daraus resultierende
Verelendung nicht als Mord, sondern als Naturkatastrophe oder als sozialtechnischer Unfall
gesehen wird, so auch der direkte Kindermord durch das Automobil gewordene Kapital.

Der mechanische »Fortschritt« eines zwar gesellschaftlich konstituierten, aber paradoxerweise dennoch
un- und außermenschlichen Selbstzwecks hat die Menschen als pure Objekte mobil gemacht,
sie gewissermaßen als Projektile abgeschossen auf eine Bahn, in der sie sozial gelähmt auf Hochgeschwindigkeit
gebracht oder, wie Virilio sagt, »satellitisiert« werden. Die ungeheure Tristesse und
Monotonie dieses entleibten Lebens, das der ziellos mobilisierte Mensch als Massenproduzent und
Massenkonsument des Kapitals führt, klingt aus einem in den 70er Jahren noch nicht einmal mit
kritischer Absicht entstandenen Song der Gruppe »Kraftwerk«:

Wir fahrn fahrn fahrn auf der Autobahn,
wir fahrn fahrn fahrn auf der Autobahn.
Vor uns liegt ein weites Tal,
die Sonne scheint mit Glitzerstrahl.
Die Fahrbahn ist ein graues Band,
weiße Streifen, grüner Rand.
Jetzt schalten wir das Radio an,
aus dem Lautsprecher klingt es dann:
Wir fahrn fahrn fahrn auf der Autobahn,
wir fahrn fahrn fahrn auf der Autobahn [...]
[ Quelle: R.Kurz, Schwarzbuch Kapitalismus ]


Datenschutzerklärung Webseiten-Index Sitemap Rechtshinweise Kontakt Impressum