DIHK: Jeder fünfte Schulabgänger nur bedingt reif für Ausbildung
Trotz der leichten Verbesserungen Deutschlands im internationalen Bildungstest PISA fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verstärkte Anstrengungen für eine bessere Schulbildung. In vielen Fällen reiche diese nach wie vor nicht aus, damit Schulabgänger ohne Probleme eine berufliche Ausbildung aufnehmen und absolvieren können, sagte der DIHK-Ausbildungsexperte Günter Lambertz der Berliner Zeitung (Samstagausgabe). »20 bis 25 Prozent der Schulabgänger sind von ihren Kenntnissen und Fähigkeiten her nur bedingt ausbildungsreif«, sagte er.
Die Unternehmen kritisierten vor allem ungenügende Rechenfertigkeiten und mangelndes Ausdrucksvermögen bei Auszubildenden, sagte Lambertz. So beherrschten viele die Grundrechenarten oft nicht fehlerfrei, es mangele an Sicherheit bei Rechtschreibung und Grammatik. »Die Leistungen der Schüler sind eher schlechter als besser geworden«, sagte Lambertz. Auch in der sozialen Kompetenz, also bei Disziplin, Belastbarkeit und Motivation, zeigten sich gravierende Defizite.