Glücklicherweise steht es jedem frei, diesen Bezugsrahmen zu verlassen und anstatt die Feierabende vor dem Fernseher (in den Fängen der Programmgestalter) selbstbestimmt die Zeit zu verbringen. Wählen Sie geziehlt aus, nicht jedes Angebot muss genutzt werden, nur weil es vorhanden ist.
Tiefer gehend Informationsbedürfnisse kann der Mensch je nach Interesse mittels Büchern odgl. erfüllen.
Wer dies tut und über ein Thema, in dem er sich auskennt in den Massenmedien liest, wird oftmals erschreckt feststellen , wie oberflächlich oder falsch diese Berichte sind. Gleiches widerfährt einem auch, wenn man über ein Ereignis in den Massenmedien hört, das man selbst miterlebt hat.
Alleine der Weg, wie Gelesenes aufgenommen wird, unterscheidet sich völlig von der Art, wie die Flut an Informationen und Bildern aufgenommen werden. Dazu kommt, dass oft erschöpft und müde, kurz vor dem Schlafengehen, diese Bilder "ungefiltert" in unser Gehirn eindringen, und dort als real "abgespeichert" werden.
Nicht selten sitzen Erwachsene vor dem Fernseher und weinen, weil der Film so traurig ist. Obwohl sie genau wissen, dass die Handlung meist frei erfunden ist, sind sie trotzdem derartig innerlich gerührt und mitgenommen. Wie sollen dann Kinder das Gesehene einschätzten können? Für sie ist es Realität.
Darum sitzen selbst die unruhigsten Kinder meist wie festgenagelt vor TV, Computer oder Videospiel. Dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn nach vielen Jahren der Dauerberieselung mit immer brutaleren Filmen und interaktiven Gewalt-Video-Spielen die Verrohung und das Abstumpfen unserer Kinder und Jugendlicher ständig zunehmen.
Ganz "normale" Video-Spiele werden z.Bsp. vom amerikanischen Militär für die Ausbildung von Rekruten eingesetzt. Diese Praxis resultiert u.a. aus der Erkenntnis, dass z.B. im Zweiten Weltkrieg nur 15% aller Soldaten bereit gewesen waren, auf ihre Gegner zu schießen. Durch "Spiele" wird diese natürliche Hemmschwelle abgebaut.
„Für mich geht die stärkste Gefahr heute vom Fernsehen aus“, stellt der Schriftsteller und Philosoph Prof. Dr. Umberto Eco fest. „Diese Gefahr beginnt schon bei dem Moderator, der nur Leute befragt, die verrückte und perverse Thesen vertreten. Dem Zuschauer wird suggeriert, dass die Perversion das Normale ist. (...) Fest steht, dass das Fernsehen die Macht des Wortes und damit auch die Moral verändert hat."
[Quelle: Gesamt 1-4 INITIATIVE Information - Natur - Gesellschaft A-4882 Oberwang http://www.initiative.cc/ ]
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