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Ernährung aus eigenem Grund und Boden nicht mehr..

Bauern beim Aussterben !

Die Politik der kommissarischen Brüsseler Zentralgewalt läuft auf die Zerstörung einer funktionierenden Nahversorgung und auf die schrittweise Zerstörung der

Ernährungsgrundlagen der Völker hinaus. Die Bauern der Mitgliedstaaten sollen nicht mehr in der Lage sein, die Ernährung aus dem jeweils eigenen Grund und Boden sicher zu stellen. Dazu dienen die verordneten Zwangsstilllegungen sowie Produktionsausstiegsprogramme und Absterbehilfeprogramme aller Art.

Mit der Förderung des "Biolandbaus" - auch großflächiger "Feldgiganten", die mit echten biologischen Wirtschaftsformen nur mehr wenig zu tun haben - wird eine ökologische Zielsetzung vorgetäuscht. Gleichzeitig sollen aber alle EU-Staaten gezwungen werden, gentechnisch verändertes, "manipuliertes" Saatgut und Nahrungsmittel ins Land zu lassen. Da sieht man, was gespielt wird. So soll es in Österreich bereits Gerichtsurteile geben, in denen das Bekenntnis zur gesunden Ernährung aus eigenem Grund und Boden als Straftatbestand gewertet wird wie ein Verbrechen.

Schlägt bald die Stunde der Kapitalisten ?







All diesen Tatsachen zum Trotz gibt es unter den wenigen verbliebenen Bauern immer noch Optimisten, die glauben "Ich werde es schon schaffen." Diese sind bereit dreihunderttausend Euro zu riskieren, nur weil sie hunderttausend Euro aus den Taschen der Steuerzahler subventioniert bekommen. Sie stürzen sich ins Finale um "Konkurrenzfähigkeit" und "Kostenführerschaft". Sie glauben, als großspuriger "billiger Jakob" durchzukommen. Solche als Vorbilder hingestellten, egoistischen Subventionsschnorrer werden der Öffentlichkeit heute als Prototyp des Zukunftsbauern präsentiert. Diese Gernegroß haben bis heute nicht erkannt, daß sie lediglich "Zinsknechte" für die Banken sind. Ohne jede Aussicht auf ein glückliches Ende!

Die führenden Agrarfunktionäre und -politiker brauchen dringend solche Leute für den "Umbau" der Landwirtschaft. In dieser finalen Phase geht es darum, die womöglich letzte Generation von Jungbauern in eine möglichst große Kreditfalle und Verschuldung hinein zu locken. Denn jetzt wird die Landwirtschaft nicht nur industrialisiert, sondern auch auf eine rein spekulative Grundlage ausgerichtet. Die Landwirtschaft hört auf, eine Lebensart zu sein!

Bald schlägt die Stunde der Kapitalisten. Auf dem Weg über die Banken wird Grund und Boden der Ahnen großflächig in den Händen Weniger konzentriert und privatisiert. Ein Mensch verliert ohne Nahrung innerhalb weniger Stunden seine Leistungskraft und wird bald handlungsunfähig. Ein Volk, das seine Ernährung in fremde Hände gibt, wird wehrlos und verliert seine Freiheit.



Wir sind alle mitverantwortlich !

Diesen Plan der Globalkapitalisten und ihrer Handlanger kann jeder Einzelne einiges entgegensetzen, vor allem durch das Einkaufsverhalten. Die Erhaltung bzw. der Wiederaufbau einer bäuerlichen statt industriellen Landwirtschaft muß uns allen ein Anliegen sein und werden!

Eine wirksame Sofortmaßnahme ist der möglichst weitgehende Kauf ausschließlich in Österreich erzeugter Lebensmittel, auch bei den Getränken. Der bewußte Verzicht auf holländisches Gemüse, argentinisches Rindfleisch, neuseeländische Kiwis, südafrikanische Birnen, kalifornische Pfirsiche, irische Butter, deutsche Milchprodukte, französische Weine, Schweizer Käse, türkische Weintrauben usw. zugunsten der saisonalen heimischen Produkte ist nicht nur eine direkte Überlebenshilfe für unsere Bauern, sondern auch ein Gewinn an Lebensqualität für alle in der Nähe der Transitrouten wohnenden Mitbürger und der verkehrsgeschädigten Natur- und Tierwelt. Das bedeutet: Erdbeeren im Frühjahr statt im Herbst, Weintrauben im Herbst statt im Frühjahr usw. Wußten Sie, daß nicht nur Orangen und Kiwi, sondern auch unser Wintergemüse Kraut und Kohl, ebenso wie die Kartoffel, einen hohen Anteil an Vitamin-C haben?

Ein weiterer Schritt zur Rettung der Bauern ist das bewußte Einkaufen bei Ab-Hof-Läden, Bauernmärkten, Naturkostgeschäften, und - soweit noch vorhanden - den sogenannten Greißlern. Sie können auf die Lieferanten niemals einen solchen ruinösen Preisdruck ausüben wie die großen Supermarkt-Ketten. Deren Sonderangebote beinhalten häufig (natürlich unsichtbar) den wirtschaftlichen "Tod" vieler Bauern. Seien Sie sich bewusst, Sie alleine entscheiden alles mit Ihrem Kaufverhalten.

Quelle: Wegwarte 4/2003
Initiative Heimat und Umwelt, 3424 Zeiselmauer


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