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Der neue Beauty-Markt | Gefühlsarme Gesellschaft:
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analytische Psychologie und der Narzißmus
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Otto F. Kernberg
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Der Autor definiert: "Narzißtische Persönlichkeiten fallen auf durch ein ungewöhnliches Maß an Selbstbezogenheit im Umgang mit anderen Menschen, durch ihr starkes Bedürfnis, von anderen geliebt und bewundert zu werden, und durch den eigenartigen (wenn auch nur scheinbaren) Widerspruch zwischen einem aufgeblähten Selbstkonzept und gleichzeitig einem maßlosen Bedürfnis nach Bestätigung durch andere. Ihr Gefühlsleben ist seicht; sie empfinden wenig Empathie für die Gefühle anderer und haben - mit Ausnahme von Selbstbestätigungen durch andere Menschen oder eigene Größenphantasien - im Grunde sehr wenig Freude am Leben; sie werden rastlos und leiden unter Langeweile, sobald die äußere Fassade ihren Glanz verliert und momentan keine neuen Quellen der Selbstbestätigung mehr zur Verfügung stehen. Man beobachtet auch starken Neid auf andere ... Die mitmenschlichen Beziehungen solcher Patienten haben im allgemeinen einen eindeutig ausbeuterischen und zuweilen sogar parasitären Charakter; narzißtische Persönlichkeiten nehmen gewissermaßen für sich das Recht in Anspruch, über andere Menschen ohne Schuldgefühle zu verfügen, sie zu beherrschen und auszunutzen; hinter einer oft recht charmanten und gewinnenden Fassade spürt man etwas Kaltes, Unerbittliches." (Kernberg, 1990, S. 261f, Hervorhebung : K.S.) __________________________________________ Kathrin Asper
"Wesenszüge des narzißtischen Menschen ... Gefühlsdefizienz ... Grandiosität und Depression ... Gestörte Sexualität ... Mangelndes Symbolverständnis ... Unzureichende Wahrnehmung ... Mangelndes biografisches Bewußtsein ... Übermäßige Angst ... Unproportionierte Wut ... Unausgewogene Nähe und Ferne ... Konzentrationsmangel ... Übermäßige Scham ... Unklare Bedürfnisse" (Asper, 1994, S. 69-72).
"Tatsächlich erscheint der narzißtisch gestörte Mensch als in sich selbst verliebt, egozentrisch und egoistisch. ... Die Gier nach Echo ist als Versuch eines Menschen zu werten, der sich in der Tiefe nicht annehmen kann und bestrebt ist, durch Kompensation diesen Mangel auszugleichen" (a.a.O., S.85).
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Literatur: (zurück)
Asper, Kathrin (1994): Verlassenheit und Selbstentfremdung. Neue Zugänge zum therapeutischen Verständnis. München
Dornes, Martin (1993): Der kompetente Säugling. Die präverbale Entwicklung des Menschen. Franfurt a.M.
Kernberg, Otto F. (1990 5): Borderline-Störungen und Pathologischer Narzißmus. Frankfurt a.M.
Müller-Pozzi, Heinz (1995): Psychoanalytisches Denken: eine Einführung. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle, 2. korrig. Aufl.
Schlagmann, Klaus (1997): Zur Rehabilitation der Könige Laios und Ödipus. Oder: Die Lüge der Iokaste. Saarbrücken
Sophokles (1995): König Ödipus. Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von Kurt Steinmann. Stuttgart Links: http://members.aol.com/oedipus01/index.html http://members.aol.com/oedipus01/hanold.html http://members.aol.com/almiller01/index.html
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