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Absurd - AG

Absurd - Absurdität | Absurdität IV  

Absurd - Absurdität II

Schopenhauer:

§. 149.
Wie der Bach keine Strudel macht, so lange er auf keine Hindernisse trifft, so bringt die menschliche, wie die thierische Natur es mit sich, daß wir Alles, was unserm Willen gemäß geht, nicht recht merken und inne werden. Sollen wir es merken; so muß es nicht sogleich unserm Willen gemäß gegangen seyn, sondern irgend einen Anstoß gefunden haben. - Hingegen Alles, was unserm Willen sich entgegenstellt, ihn durchkreuzt, ihm widerstrebt, also alles Unangenehme und Schmerzliche empfinden wir unmittelbar, sogleich und sehr deutlich. Hierauf beruht die, von mir öfter hervorgehobene Negativität des Wohlseyns und Glücks, im Gegensatz der Positivität des Schmerzes.
Ich kenne demnach keine größere Absurdität, als die der meisten metaphysischen Systeme, welche das Uebel für etwas Negatives erklären*[132]; während es gerade das Positive, das |
V318 sich selbst fühlbar machende ist; hingegen das Gute, d.h. alles Glück und alle Befriedigung, ist das Negative, nämlich das bloße Aufheben des Wunsches und Endigen einer Pein. [H: Unfälle, große und kleine, sind das Element unsers Daseyns.] Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt ganz zu schweigen von Nietzsches Aussagen…!
(A.S.)


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