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Absurd - Absurdität II | Von der Nichtigkeit  

Absurdität IV

Der Mensch in der Revolte

Albert Camus:

Das strenge und anspruchsvolle Werk “Der Mensch in der Revolte” (1953) von Albert Camus, ist eine Absage an die Auffassung, daß Geschichte ein sinnvoller Ablauf sei. Er versucht nachzuweisen, daß die politischen Ideen von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute Konstruktionen und Utopien waren, da sie das Absolute wollen und deshalb notwendig ins Absurde, in Terror und legitimierten Mord einmünden mußten.

Mit diesen berühmten Essays setzte der “Dichter des Absurden” die Tradition der großen französischen Moralisten fort, die Situation des Menschen ausfindig zu machen.

Er setzt sich auseinander mit der Gedankenwelt der französischen Revolutionen von 1789 und 1848, der russischen Revolution von 1917, des italienischen und deutschen Faschismus. Die Essays befassen sich mit Hegel und dem gesamten Marxismus, mit den ideologischen Gehalten bei de Sade, Lautréamont, Rimbaud und Milton; sie diskutieren Nietzsche und alle politischen Denker von Joseph de Maistre bis Simon Weil, von Bakunin bis James Burnham.

So stellt sich dem aufgeschlossenen Leser, der sich als Opfer einer Zeitwende erkennt, die Frage, wie man in einer absurden Welt ohne Gott überhaupt weiterleben kann.

Camus´Antwort lautet:
“Das ‘gelobte Land’, das wir suchen, gibt es nicht. Es ist unmöglich, für das Morgen zu leben, anstatt dem Heute. Die Welt an sich hat keinen Sinn, erst der handelnde Mensch verleiht ihn ihr, indem er für die Geknechteten und Entrechteten eintritt. Kunst und Revolte sind ewig. Unrecht, Leiden und Tod sind nicht aus der Welt zu schaffen. Es gilt, die Erde zu lieben, kühn und intelligent zu denken, klar zu handeln und zu wirken.”


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