Macht Wohlstand dumm?
Die Tatsache, daß Wohlstand der Gesundheit nicht gerade förderlich ist, beginnt manch einer zu erahnen.
Im Grunde hat man begriffen, daß der Gefahr für das menschliche Ich im technisch-zivilisatorischen Zersetzungsprozeß, der den Menschen immer mehr von sich entfernt, nur durch eine entschieden antizivilisatorische Haltung begegnet werden kann. Konsumaskese ist der einzige noch gangbare Weg, um den Menschen nicht restlos zivilisatorischen Zwängen auszuliefern.
Die äußeren Reize unserer Zivilisation lenken den Menschen von der notwendigen Besinnung auf sich selbst und sein Tun immer mehr ab.
Der Konsument von heute schwimmt nun einmal nicht gegen den Strom. Er zieht es sogar vor, sich körperliche Miseren einzuhandeln, anstatt von der Generallinie allgemeiner Lebensgewohnheiten abzuweichen. Er bringt nicht mehr die Charakterstärke auf, sich dem opulenten Angebot oft schädlicher Lebens- und Genußmittel (einschließlich Arzneimittel) zu widersetzen.
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