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Software & Co. | Im Phoenixfernsehen Diskussionsrunde verfolgt
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Sehnsucht und Einsamkeit
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Sehnsucht nach dem Land der Weite und der Stille
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Viele Menschen fühlen sich einsam, ungeliebt, alleingelassen und vom Leben abgetrennt. Die Einsamkeit ist für sie fast schmerzhafter als eine körperliche Erkrankung. Warum gibt es in unserer Zeit, in der wir einen Brief innerhalb von wenigen Minuten per Fax oder Email abschicken, mit dem Handy jederzeit erreichbar sind und andere erreichen können, immer mehr einsame Menschen?
“Hermann Hesse war einer von denen, die das Alleinsein ganz bewußt einer festen Bindung vorzogen - weil ihm die »Wonnen des Alleinseins«, die er als unerläßlich für eine kreative Tätigkeit erachtete, stets wichtiger waren.” (Jügen vom der Scheidt “Die Wonnen der Einsamkeit”, 1991, S.125)
Lieber allein, als gemeinsam einsam
“Einsamkeit ist der Preis meiner Freiheit / ich möcht’ sie trotzdem nicht verliern. / Lieber allein als gemeinsam einsam / vor Zufriedenheit zu friern”. (Mario Hené, 1977)
Der Slogan “Lieber allein, als gemeinsam einsam” verweist darauf, dass eine nicht-funktionierende Partnerschaft oder Ehe ein starkes Motiv für den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft sein kann. Wenn der Soziologe Ulrich BECK dagegen schreibt, dass die Einsamkeit das stabilste Fundament der Ehe ist, dann zeigt dies andererseits die Ambivalenz von Lebensformen jenseits der Paargesellschaft.
Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
(Rainer Maria Rilke)
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Idylle im Wald
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Einsamkeit
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Einsamkeit scheint in den Augen unsicherer Einsamer nicht nur eine soziale Schwäche, ein Versagen, gar eine Behinderung zu sein, sondern auch eine Art Vergehen, bei dem man nicht erwischt werden möchte. Noch beschämt sie den einen oder die andere, so wie es früher einmal Homosexualität, Alter oder Arbeitslosigkeit taten.
Das Alleinsein - zeitweise geübt oder als Lebensentwurf gewählt, nun mal nicht zu umgehen oder heiß geliebt - muss als Möglichkeit eines gelungenen Lebens endlich richtig kultiviert werden. Dazu zu stehen, stolz darauf zu sein (auf die Kraft und den Mut, die nun einmal zu einem solchen Leben gehören, darf man ruhig stolz sein), sich meinetwegen sogar mit der Einsamkeit zu brüsten - das sind Haltungen, die ihr künftig gerecht werden sollten ” (2006, S. 86f.) [3] Viele Menschen verwechseln Einsamkeit mit Single-sein. Sie glauben, dass sie sich zwangsläufig einsam fühlen müssen, wenn sie Single sind. Doch dem ist nicht so. Sicher haben Sie auch schon einmal erlebt, daß Sie sich im Kreise vieler Menschen plötzlich ganz einsam gefühlt haben. Andererseits haben Sie sich sicher auch schon einmal danach gesehnt, allein mit sich zu sein und die Ruhe zu genießen. Ob wir uns einsam fühlen oder nicht, hängt also nicht so sehr davon ab, ob wir Single sind, sondern von unserer inneren Einstellung. Single-sein muss nicht Einsamkeit bedeuten. Alleinsein kann je nach innerer Einstellung sowohl als wohltuend oder als bestrafend erlebt werden. Von Einsamkeit sprechen wir dann, wenn wir das Alleinsein oder Zusammensein mit anderen als Ausgeschlossensein und Verlassensein erleben.
Fühlen Sie sich einsam? Hier können Sie einen Psychotest zur Einsamkeit durchführen: PsychotestFreiheitLi
Literatur + Quellen: 1, 2, 3: Single-Haushalte und die Fröste der Freiheit http://www.single-generation.de SCHEIDT, Jürgen vom (1991): Die Wonnen der Einsamkeit, in: Copray, N. (Hg.) Lieber allein? Im Sog der Single-Gesellschaft, München: Kösel, Alleinsein als Chance (1997). Wege aus der Einsamkeit (zusammen mit Ruth Zenhäusern) Landsberg am Lech: mvg
Brocher, T. : Allein - aber nicht einsam, Stuttgart, 1991 Opaschowski, Horst, W. : Einführung in die Freizeitwissenschaft - Lehrbuch - VS-Verl. 2006
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