In jedem Menschen stecken ungeanhnte Kraftreserven. Sie freizusetzen bedarf es keiner komplizierten Übungen. In kleinen Schritten und Entschlüssen kann man genügend Lebensmut gewinnen, um mit dem Einerlei des Alltags, mit der Erfahrung der Einsamkeit, mit Depressionen und Schicksalsschlägen fertig zuwerden. Die Lösung unserer Lebensprobleme liegt in uns selbst. Wir müssen viel mehr Gelassenheit und Beschaulichkeit in unser Leben bringen. Zum Kern des Lebens vorstoßen um zu erfahren: Wer bin ich? Und was will ich?
Eindrücke stürzen unablässig auf uns ein und zwingen uns zu reagieren. Nichts ist daher für den heutigen Menschen notwendiger als eine freiere Einstellung zu gewinnen gegenüber den bedrängenden Fragen unserer Zeit. Das bedeutet zum Beispiel, die Angst vor dem Altwerden aufzugeben und dem Glücklichsein als einer großen Lebenskraft im eigenen Alltag mehr Raum zu schenken, vor allem aber: gelassen zu werden. Gelassenheit ist alles andere als eine "Alterstugend" oder gar eine "verkappte Resignation". Jeder Mensch braucht sie, kann sie lernen und üben.
Wenn man von Gelassenheit spricht und dieses Wort in sich nachklingen läßt, dann liegt ein Unterton von Glück darin und die Hoffnung, Streß, Unzufriedenheit und Überforderung des technischen Leistungssolls überwunden zu haben. [88] siehe auch: Philosophische Gelassenheit
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