Je weniger unsere Sinne - vom Sehen übers Riechen. Schmecken, Hören, Fühlen - den ursprünglichen Reizen von Umwelt, Witterung, Jahreszeiten, Flora und Fauna ausgesetzt werden, je mehr High-Tech-Equipment die Arbeits- und Alltagswelt dominiert, desto größer wird der Mangel an wirklicher Nahrung für die Sinne, die immer auch Nahrung für Seele, Geist und Körper ist.
Wer mehr Sinnlichkeit - im vollen Sinne des Wortes - im Alltag erleben will, muß seine fünf Sinne beisamen haben - fein-sinnig sein. Haben wir sie noch beisammen, unsere fünf Sinne, oder sind wir mehr und mehr von Sinnen, d.h. von den Sinnen entfernt?
Schon heute kann der Mensch oft nicht mehr unterscheiden, was er da eigentlich schmeckt, riecht, hört, sieht und fühlt: die Umwelt seiner mit ihm enstandenen Evolution oder ein gemachtes, künstliches Produkt vom Reißbrett der Geningenieure, einen realen Sinnenreiz, der Seelennahrung bedeutet, oder ein Kunstprodukt, das uns paradoxerweise überfüllt, doch ausgehungert zurückläßt. "Der Mensch ist, was er ißt" Er ist aber auch, was er ist, d.h. was er denkt und wie er denkt und was er empfindet. Weitere Gedanken dazu werde ich im Laufe der Zeit insgesamt hier einbinden, aber auch unter dem Gesichtspunkt der "Lebensschule" und der "Philosophie" abhandeln.
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