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Instrumentelle Vernunft...
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Philos 1: Epoche der Aufklärung...
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Kampf gegen das Dunkle...
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Aufklärung 1
Aufklärung ist der Kampf der Menschheit gegen das Dunkle, gegen die Mythen, gegen die Vorurteile, die den Menschen in Unmündigkeit halten. Kant definiert die Aufklärung als Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit [1]. Aufklärung klärt den Menschen über seine Fähigkeiten, selbst zu denken, über seine Existenz, die Natur und die Welt zu denken, um sie zu gestalten. Die Aufklärung des 18. Jahrhunderts bereitet in Frankreich die Revolution von 1789 vor, in Deutschland führt sie zur Philosophie Kants, die dem Menschen sagt, was er zu erkennen vermag. 2
Voltaires Kritik ist die der natürlichen Vernunft. Damit die Vernunft aktiv werden kann, muß sie sich befreien von allen Vorurteilen. „Das Vorurteil ist eine Meinung ohne Urteil“, das sich die Menschen ohne Überprüfung gebildet haben. Die meisten dieser Vorurteile prägt die Religion im Menschen. Daher sind für Voltaire die Religion und die Kirche die wesentlichen Kräfte, die den Menschen hindern, seiner Natur gemäß zu leben: Die Kirche ist „ein Monstrum, das wir hassen müssen“. Seine Briefe unterschreibt er mit „Ecrasez I“infame“ = Zermalmt die Niederträchtigkeit, womit er den religiösen Aberglauben meint. Dieser verhindert die Freiheit des Denkens, die Toleranz unter den Menschen, zumal dann, wenn sich die Kirche mit der politischen Machtverbunden hat. [3 ]
Rausseaus Grundüberzeugung ist: „Der Mensch ist von Natur aus gut.“ Nur die Geschichte hat aus ihm jemanden gemacht, der auch das Böse will. „Alles verkommt unter den Händen der Menschen.“ [4] Grund hierfür ist die Ungleichheit, nicht die der Fähigkeiten, sondern die, die durch das Eigentum entstanden ist. „Der erste, der einen Zaun um ein Stück Land errichtet und sich herausgenommen hat, zu sagen: dies gehört mir, ... war der wirkliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft“, und Rausseau fährt fort: „Ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte allen gehören, das Land aber niemandem.“ Der Geist des Eigentums zieht den des Herrschenwollens nach sich. Rausseau bemerkt dazu: „eine Handvoll Menschen lebt im Überfluß, während es der hungernden Menge am Nötigen fehlt“. Aus dieser Kritik an der Ungleichheit der Menschen folgert er: „Es müßte zuerst die Gesellschaft erneuert werden.“
Zuletzt geändert: 22.08.2004, 21:15:48
1Auch heute ist es noch nicht weit her mit der Aufgeklärtheit weiter Kreise der Bevölkerung und mit der selbstverschuldeten Unmündigkeit; sonst hätten die Machthaber und Herrscher nicht solch ein leichtes Spiel.
2Kant, Immanuel : „Die drei Kritiken“ ; „Kritik der reinen Vernunft“; „Kritik der praktischen Vernunft“, „Kritik der Urteilskraft“
3Heute nicht anders, wie damals. Siehe die Reaktionen der Kirche auf den Sozialabbau, die Globalisierung etc
4Womit er nicht unrecht hat. Wie viele Erfindungen auch noch heute, dienen einzig und allein der Vernichtung der Menschen oder zur Erlangung der Herrschaft über andere Menschen * Siehe auch dementsprechende Beiträge.
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Aufklärung 2
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Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit...
Mit dem Ruf nach Freihheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auf den Lippen stürmt das Volk von Paris einige Jahre später die Bastille. Es macht die Revolution. Auch in Deutschland hat es eine Aufklärung gegeben, die Revolution dagegen ist ausgeblieben. Hier finden sie nur in den Köpfen statt. Den Theorien von Gleichheit, Toleranz und Freiheit folgt keine neue Praxis.
Mut haben, selbst zu denken! Immanuel Kant wird dann an die Ideen der Aufklärung anknüpfen und wieder ein kompliziertes Gedankensystem entwickeln. „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist die Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt.“
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