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Die Weisheit wächst wie ein Baum I | Lesen und Bücher
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Die andere Art zu denken...(Weisheit)
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Die Philosophie der Weisheit
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Die Weisheit und die Normaldenker oder: Normalvernunft und Weisheit
Auf unseren Denklandkarten ist die Weisheit ein weißer Fleck. Zwar gibt es zahlreiche Weisheitslehren aus aller Welt und unendlich viele kleine und große Weisheiten, die kein menschliches Thema auslassen.
An den Universitäten werden immer mehr Stellen und Fakultäten abgewickelt in den klassischen Geistes-, Kultur- und Naturwissenschaften. Der Hintergrund dieser universitären Gewichtsverlagerung besteht darin, daß Industrie und Wirtschaft letzten Endes bestimmen, was oder wen eine Universität zu "produzieren" hat.
Diese Vorgänge sind ein Symptom für eine Zeit, in der nicht nur in Universitäten, sondern in fast allen Bereichen der Gesellschaft eine dem entsprechende Gewichtsverlagerung festgestellt werden kann. Weg von dem, was keinen materiellen Nutzen verspricht, und hin zu Werten, die sich durch Begriffe wie Geld, Erfolg, Wachstum, Fortschritt, Effizienz, Rationalität usw. beschreiben lassen. Der Zeitgeist hat sich neu orientiert, er stellt sich den Kapitalmärkten. Ihm zu Liebe müssen einstige Denklandschaften zubetoniert werden.
Konrad Lorenz hat schon 1983 in "Der Abbau des Menschlichen" eindringlich beschrieben, wohin ein rein materialistischer Weg der Menschheit und Wissenschaft hinführen wird. Geradewegs in den Untergang und der Vernichtung des Menschlichen und des Humanismus. Der Geist und die Weisheit bleiben auf der Strecke und werden dem Mammon und dem "Goldenen Kalb" geopfert.
"Zur Zeit sind die Zukunftsaussichten der Menschheit außerordentlich trübe. Sehr wahrscheinlich wird sie durch Kernwaffen schnell, aber durchaus nicht schmerzlos Selbstmord begehen. Auch wenn das nicht geschieht, droht ihr ein langsamer Tod durch die Vergiftung und sonstige Vernichtung der Umwelt, in der und von der sie lebt. Selbst wenn sie ihrem blinden und unglaublich dummen Tun rechtzeitig Einhalt gebieten sollte, droht ihr ein allmählicher Abbau aller jener Eigenschaften und Leistungen, die ihr Menschentum ausmachen. Viele Denker haben dies gesehen, und viele Bücher enthalten die Erkenntnis, daß Umweltvernichtung und "Dekadenz" der Kultur Hand in Hand gehen. Nur wenige aber betrachten den Abbau des Menschlichen als eine Krankheit, nur wenige suchen, wie Aldous Huxley das tat, nach Krankheitsursachen und möglichen Gegenmaßnahmen." (Konrad Lorenz, 1983)
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"Wir haben Weisheit am nötigsten, wenn wir am....
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wenigsten an sie glauben." (Hans Jonas, 1979)
Die Wirtschaft bemächtigt sich des Geistes und führt ihn vor Sachzwänge, gegen die er machtlos ist. Der ziellos inspirierende Impuls als Quelle der Weisheit hat keinen Marktwert und das ist der Grund, daß er dort, wo man ihn eigentlich bräuchte, auf dem Markt der aktuellen Notwendigkeiten, nicht zu finden ist. Wo der Fortschritt zum Selbstzweck wird, stagniert das Denken, das danach fragt, wozu man ihn braucht.
Bildung wird zu Gunsten der Ausbildung vernachlässigt.
Das wirklich Neue, die geistigen Impulse für die Zukunft kommen nicht aus den auf Marktbedürfnisse ausgerichteten Großlabors, Hörsälen und Großraumbüros, sondern sie stammen oft aus unangepassten Hintergründen, von Individuen, die sich aus den Fesseln der Normalvernunft befreien können. (16/17/ Frieder Lauxmann) [510] Curiosita` das beständige Streben nach Wissen - steht am Anfang, denn der Wunsch zu wissen, zu lernen und zu wachsen, liegt aller Erkenntnis und Weisheit zugrunde. [510, 511, 512, 513,]
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