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Angst: Krankheitssymptome verstehen | Grundformen der Angst  

Neues Mittel soll Angst bekämpfen,

ohne müde zu machen

Die Psychopharmaka der Zukunft sollen Ängste und Panikattacken bekämpfen, ohne müde zu machen. Den entscheidenden Ansatz für ein solches Mittel haben nun Wissenschaftler der Universität in San Francisco entdeckt: ein Enzym namens PKCe.





Mäuse, denen dieses Enzym fehlte, reagierten besonders stark auf bestimmte körpereigenen "Beruhigungsmittel" und zeigten sich weniger ängstlich. Ein Medikament, das dieses Enzym beim Menschen blockiert, könnte das Leiden von Angstpatienten lindern, ohne sie gleichzeitig schläfrig und unaufmerksam zu machen, schlagen Robert Messing und seine Kollegen im Fachblatt "Journal of Clinical Investigation" vor (Ausg. 110, Nr. 7).

Das Enzym PKCe ist in vielen Nervenzellen im Gehirn aktiv. Seine genaue Wirkungsweise ist allerdings kaum bekannt. Es scheint Andockstellen an bestimmten Nervenzellen unempfindlicher gegen körpereigene Botenstoffe zu machen, die als körpereigene "Angstbremsen" wirken. Ein Ausschalten des Enyzms könnte diesen Mechanismus stoppen und die Empfindlichkeit für diese Neurotransmitter wieder herstellen. Herkömmliche Mittel gegen Angsterkrankungen wie beispielsweise Diazepam greifen ebenfalls an diesen Andockstellen an, führen gleichzeitig jedoch auch zu Müdigkeit und können abhängig machen.
ddp/bdw - Ulrich Dewald


Angst: Mittel hilft dem Körper bei der Bewältigung

San Fransisco (pte-online) 25 Prozent der Bevölkerung der USA unter starken Angstzuständen. Bestehende Medikamente zur Behandlung wie Valium wirken sedierend und können abhängig machen. Forscher der University of North Carolina at Chapel Hill haben nun eine Substanz entwickelt, die Ängste und Panikattacken bekämpfen soll, ohne müde zu machen. Ein Bericht darüber erscheint in der Oktober-Ausgabe des Fachmagazins Journal of Clinical Investigation. "Wir haben ein neues Ziel für bessere Angst reduzierende Medikamente im Gehirn identifiziert", erklärte Studienautor Clyde W. Hodge. Das Team um Hodge entdeckte, dass Mäuse, denen eine Form des Enzyms Proteinkinase C (PKCe) fehlte, besonders stark auf bestimmte körpereigene "Beruhigungsmittel" reagierten und weniger ängstlich waren. Die Forscher resümierten, dass PKC-Hemmer zur Behandlung von Ängsten nützlich sein müssten. Ein Medikament, das dieses Enzym beim Menschen blockiert, könnte das Leiden von Angstpatienten lindern, ohne dass diese gleichzeitig schläfrig und unaufmerksam werden, betonte der beteiligte Forscher Robert O. Messing von der University of California in San Francisco. Messing züchtete die speziellen Mäuse, denen das Gen für PKCe fehlte. "Diese Knockout-Mäuse reagierten auf natürlich vorkommende neuroaktive Substanzen, die die Funktion des Rezeptors des Neurotransmitters Gammaaminobuttersäure verändern, empfindlicher. Daraus resultierte eine verstärkte, beruhigende Wirkung", erklärte Hodge. Bei Menschen sei es aber nicht möglich bzw. wünschenswert, das PKC-Gen auszuschalten.


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