Die Ästhetisierung und "Verkultung" des Alltagslebens: ist Teil eines umfassenden Wandels unserer Gesellschaft, in dessen Verlauf das Leben selbst zum Erlebnisprojekt geworden ist. Zunehmend ist das alltägliche Wählen zwischen Möglichkeiten durch den bloßen Erlebniswert der gewählten Alternative motiviert: Konsumartikel, Eßgewohnheiten, Figuren des politischen Lebens, Berufe, Partner, Wohnsituation usw. Erlebnisorientierung als die unmittelbare Form der Suche nach Glück kennzeichnet die moderne Art zu leben.
Design und Produktimage werden zur Hauptsache, Nützlichkeit und Notwendigkeit zur Nebensache.
"Erlebe dein Leben!" ist der kategorische Imperativ unserer Zeit. Vielmehr praktisches bleibt von diesem Wälzer nicht. Die Erlebnisgesellschaft auf 765 Seiten, aus soziologischer Sicht. Man merkt es dem Buch von der ersten bis zur letzten Seite an, der Verfasser ist Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung. Das Buch ist angefüllt mit Tabellen etc, die Lieblingsbeschäftigung der Soziologen und vieler Psychologen. Deswegen werde ich an anderer Stelle, die Erlebnisgesellschaft, aus der Sicht der Humanpsychologie nochmals abhandeln. [25]
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